Jan’s Diabetes Typ 3e

Moin,

ich bin Jan, werde demnächst 50 Jahre alt und am 23. September 2019 wurde bei mir Diabetes festgestellt. Fraglich war, welcher Typ genau ich bin. Es kristallisierte sich dann aber ein Typ 3e raus. Entstanden ist dieser durch die hohe Einnahme von Cortison in den letzten 10 Jahren, die ich wegen meinem Morbus Crohn nehmen musste. Dazu kommt dann wohl auch noch, dass ich seit gut 3 Monaten Tabletten gegen Bluthochdruck nehme Diese Kombinationen machen es grad schwer, gut eingestellt zu werden. Kann nur besser werden.

Wie aber kam ich darauf, dass ich überhaupt Diabetes haben könnte?!

Wie schon erwähnt, hab ich ja schon sehr lange Morbus Crohn. Da mir im Laufe der Jahre circa 1 m Dickdarm entfernt worden sind, habe ich keinen festen Stuhlgang mehr und trinke daher sehr sehr viel, damit die Nieren nicht so stark belastet werden.

Ich fing aber an, mehr als gewohnt zu trinken, hatte starke Wadenkrämpfe und nicht nur da. Auch Krämpfe in den Händen, Füßen und sogar im Bauchbereich. Als ich dann auch noch anfing schlechter zu sehen und wie irre Wasser zu trinken, wurde meine Frau (Petra) wachsam und meinte, ob ich nicht mal meinen Blutzucker messen möchte. Da ich ja immer der Meinung war, dass ich es eh nicht bekomme, hab ich natürlich gesagt, mach mal. Baddabing… „HI“. Okayyyy, Petra meinte, erstmal Hände waschen und dann nochmal mit einem anderen Gerät messen. Tja, änderte nichts, denn auch dieses zeigte „HI“ an.
Das war dann ein kleiner Schlag ins Gesicht und mein Kopfkino fing schon an zu arbeiten… wie geht es nun weiter, was muss ich tun… Ich war da echt froh, dass Petra sich damit gut auskennt. Ganz unwissend bin ich zum Glück ja auch nicht durch meine Ausbildung als Rettungssanitäter. 
Viele Teststreifen zum schauen wie sich die Werte entwickeln hatten wir auch nicht mehr, also war Petra so lieb und hat mir einen ihrer Libre Sensoren gegeben. Allein schon, damit sie sich wenige Sorgen machen muss, weil ich nicht ins Krankenhaus wollte. Hatte grad ne neue Arbeitsstelle angefangen und wollte nicht gleich fehlen.

Am nächsten Morgen rief ich dann gleich in dem Diabeteszentrum an, indem auch Petra Patientin ist. Ob ich mich nicht richtig ausgedrückt habe oder sie mich dort nicht ganz ernst nahmen, weiß ich nun nicht, auf jeden Fall sollte ich erst zum Hausarzt. Da war ich jedoch nicht sonderlich zufrieden, fühlte mich mit dem „HI“ Wert auch immer mieser.
Petra rief also nochmal im Dia Zentrum an, nochmal Druck gemacht und wir konnten sofort hin.
Dort bekam ich dann gleich Insulin. Lantus und Actrapid. So schnell wie erhofft ging der Wert dann jedoch nicht runter. Es klappte auch nicht so gut mit dem Actrapid, so dass ich dann beim nächsten Termin auf NovoRapid umgestellt wurde.
Meine eigenen Libre Sensoren hab ich inzwischen auch, so dass man den Verlauf meiner Werte gut sehen und beurteilen kann.

Perfekt ist meine Einstellung noch lange nicht aber wir arbeiten dran.

Liebe Grüße

Jan

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