Tag X – Der Tag an dem das Grauen kam…


dbw

Vor über 10 Jahren ging es mir schlecht, richtig schlecht. Ich hatte sehr sehr viel abgenommen. Hatte Kreislaufprobleme, Probleme Treppen zu steigen, das Klo und zuckersüße Getränke waren meine besten Freunde zu der Zeit. Mein damaliger Hausarzt hat dann mal die Schilddrüse gecheckt, die war jedoch ok, ansonsten sollten ich mich mal ausruhen und bisschen mehr trinken. Ok, noch mehr als circa 10 Liter am Tag? Ich schlich dann wieder nach Hause und mir ging es weiterhin bescheiden.

Dann, heute genau vor 10 Jahren. 

So beschissen kann es einem doch gar nicht gehen dachte ich mir immer nur. Ich komm nicht mal mehr aus dem Bett. Alles ist so schwer, ich so müde und warum zur Hölle fällt mir das atmen so schwer? Das tut ja richtig weh? Hm, vielleicht hab ich wieder Sodbrennen. Hab ich ja öfter zur Zeit. Zwischendurch mal meinem Freund schreiben, soll mich mal etwas bedauern weil es mir so schlecht geht. 😦
Hm, super, bedauert werde ich, aber vorbei kommen will er nicht, will wohl auch nicht krank werden. Naja gut. dann halt nicht. Pöööh, irgendwie ist mir eh grad alles egal, das atmen wird schwerer, ich bin sooo müde. Egal.
Oh, er möchte doch vorbei kommen, wie schön. (Ich weiß nun nicht mehr ob ich die Tür aufgemacht hab oder meine Mutter, in deren Haus ich damals ne Wohnung hatte). Er legt sich zu mir, das ist schön, mir gehts so schlecht, so richtig schlecht und dieses verdammte stechen beim atmen. Das nervt. 
Ich werde überredet zum Arzt zu gehen, mein Hausarzt hat Urlaub, also zu ner Vertretung. Auch Wurscht, solange ich nicht fahren muss. Wir also hin. Ich dann der „netten“ Sprechstundenhilfe mal gesteckt, das ich Sodbrennen hab, weil es so weh beim atmen tut.
Nach ner gefühlten Ewigkeit warten und ner Flasche Wasser später komm ich ran, mir gehts sooo schlecht, das atmen ist so schwer und komisch. Ob mich darum die Leute im Wartezimmer so blöd anschauen? Ach, egal, hab halt Sodbrennen. 
Ich dann rein zum netten Arzt, ihm erzählt, das ich Sodbrennen hab, der gibt mir zwei Tabletten und ne Tüte wo ich rein atmen soll. Der Arzt geht kurz raus um was zu holen oder so, ach hab nicht hingehört, ist ja auch egal, bin so müde und hey, da steht ja ne Liege, och, ich leg mich einfach mal hin…… Ja und dann kamen die Wolken und ich war irgendwie weg, bzw. hab keinen Plan mehr von nix. 

Ich wach mal kurz auf, bin irgendwo und da fummeln Krankenschwestern an mir da rum (mir wurde ein Katheter gelegt). Egal, ich schlaf weiter, so müde….

Ich wach wieder auf, oh, mein Freund ist ja da. Das ist schön. Ich schlummer immer wieder ein, schaffe es aber ihm zu sagen, dass ich gar nicht mehr Pipi machen muss, kein bisschen, das es doch komisch wäre. Naja gut, er hielt mir dann mal kurz meinen Katheter Beutel entgegen, oh, ok, ich schlaf nochmal weiter. Ich wach nochmal kurz auf, und er fragt mich, ob mir schon jemand gesagt hat was ich habe, nein sag ich. Du hast Diabetes sagt er und ich antworte, ja ich weiß und schlaf weiter. 

Ich wach immer mal wieder kurz auf, bin aber noch schrecklich müde, ab und zu ist mal jemand da, aber ist nie lang, liegt aber wohl auch daran, das ich immer wieder einschlafe. 

Am nächsten Tag gehts mir schon etwas besser, bin aber noch müde, ich werde um 5 Uhr geweckt, waschen, was schwierig ist, weil da so zwei Schläuche an mir dran hängen und ich noch den Katheter hab. Ich schlaf dann nochmal weiter, versuch ich zumindest, es wird immer an mir rum gefummelt, Blutdruck gemessen, Blut aus dem Ohr genommen. Dann kommt schon das Frühstück. Ich muss immer so eklige Brausetabletten in Wasser aufgelöst trinken, das voll ekelig und mir tut das schlucken so weh. Ekelhaftes Zeug, was das wohl ist? (Es war Kalium, hatte natürlich nen totalen Mangel). Ich schlaf noch viel, bekomm aber schon wieder mehr mit. 

3. Tag Intensiv, heute soll ich auf Station kommen. Mir wird der Katheter gezogen, auch Infusion und die Nadel vom Perfusor wird gezogen. Es kommt ne Schwesternschülerin mit 2 Pens an (ich kenn die Dinger von der Tochter meines Freundes), gebrauchte hässliche Dinger mit Kleberesten dran. Ich soll mich spritzen, jo kein Problem, wohin? Zu dumm, das sie ne Schwesternschülerin schicken, die selbst keinen Plan hat, also überleg ich wie es bei der Kleinen von meinem Freund gemacht wird und piks mir ins Bein. Bekomme dazu noch nen Blutzuckermessgerät. Nen tolles Accu Chek Comfort (ich glaub nicht, das es neu ist, ist in keiner Verpackung drin oder so) Accu_Chek_Comfort_B

Irgendwie übekommt mich stolz, mein eigenes Blutzuckemessgerät. Geil. Meine Oma hatte damals auch eins, aber das war so schrecklich hässlich und ekelig und vollgeschmiert mit ihrem Blut. Brrrr…. so wird meins nie aussehen. 
Es kommt nun die nette Diätassistentin, sieht die schlimmen Pens und sagt, nee so geht das nicht, sie bekommen neue. Ich entscheide mich für einen dunkelgrünen Novopen 3 und einen grünen Novopen Junior. Bin nun noch stolzer drauf und dazu bekomm ich noch nen Tagebuch um meine Werte aufzuschreiben. Nachdem noch nen Schwangerschaftstest gemacht wurde (oh welch Freude, diese Toilettenstühle sind ne Katastrophe) bin ich dann auf die normale Station gefahren worden. Wie schön, endlich normal Leute (lag auf der Intensiv mit nen Opa der immer ins Bett gesch… hat und nen jungen Mädel, welches nur am kotzen war wegen ner Überdosis Schlaftabletten).
Naaa toll, nur alte Frauen auf meinen Zimmer, super. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Aber ich hab schnell gemerkt, das die super drauf waren und ich kein besseres Zimmer hätte haben können. Mir wurde noch ein Buch gegeben, eine Liste mit Kohlenhydraten und Nahrungsmittel zum orientieren. Das Buch heißt „Gut leben mit Typ 1 Diabetes“ und ich freu mich drauf es zu lesen. Aber als erste, ich muss aufs Klo und mir ganz schnell die Haare waschen. Da ich ja nicht alleine aufstehen darf, geh ich nicht auf den Flur zur Dusche, nee nee, die motzen nur, ich schleich mir nur schnell aufs Klo. Ich fühl mich super! Warum darf ich nicht alleine aufstehen? So nen Blödsinn. Ok, beim Haare waschen übers Waschbecken hab ich es dann gemerkt, hui, hat sich alles gedreht aber hey, meine Haare sind gewaschen, DAS war es mir wert. 

Ich fühle mich super, das bisschen messen und spritzen, pffft. was ist das schon? Nix, nen Witz. Kein Problem. Die Zeit im Krankenhaus war recht gut, mein Freund besucht mich jeden Tag, bringt mir Knabbersachen mit usw. Ist toll. Werte stabilisieren sich langsam. Super kann ich nur sagen.

So, ich werde entlassen. Ich hab Angst damit dann alleine zu Hause zu sein, was ist wenn was passiert? Wenn ich falsch spritze oder esse? Ich nicht merke wenn ich unterzuckere? Oh man, Fragen über Fragen, Gedanken rasen. Aber erstmal zum Hausarzt, nen blöden Spruch abholen „Na nun wissen Sie ja warum Ihnen immer so schwindelig war“ Da kommt Freude auf. Rezepte holen, Apotheke, ab nach Hause. 

Nun beginnt es erst richtig, ich fange an Angst zu bekommen, das ich es nicht schaffe, nicht hinbekomme damit zu leben. Habe Panik vor Folgeschäden, das ich nie eine Mama sein kann. Das mein Freund keine „kranke“ Freundin haben will, alles kommt mir in den Sinn und es ging nicht mehr weg. Schlafen? Kann ich nicht, nicht eine Minute. Angst vor allem. Es kommt dazu, das ich ganz schlimmen Haarausfall bekomme, meine Füße und Beine so schmerzen, ich Probleme mit dem sehen habe, kann nicht mal mehr fernseh gucken, erkenne nichts richtig. Brille gibts erst wenn sich der Blutzucker noch weiter stabilisiert und eingespielt hat. Circa 6 – 8 Wochen also kein Auto fahren. Super, ich liebe mein Auto. Nichts geht. Jetzt bekomm ich auch noch Verstopfung, so richtig schlimm, das sind Schmerzen das glaubt mir keiner und meine Beine und Füße und ich will endlich mal wieder schlafen. Nichts klappt, verdammter Diabetes! Mein Hausarzt stellt dann einfach mal ne Diagnose ohne Untersuchung. Sie haben ein Magengeschwür, nehmen sie mal Tabletten dagegen. Jau, mir ging es immer beschissener. Schlaf? Höchstens eine Stunde pro Nacht, sonst wach. Schmerzen im Magen/Darm Bereich, ich kann nicht auf Klo es tut so weh, dann noch der Rücken. Essen bleibt nicht bei mir, muss spucken nach dem Essen. Ich nehme weiter ab, locker 10 kg. Haare? Oh nein, wie ein gerupftes Huhn sehe ich aus. Ich will den Diabetes nicht. Mein Hausarzt gibt mir zig Tabletten für irgendwas. Es wird nicht besser, schlechter. Dann meint meine Mutter einmal, so Schluss, anderer Arzt, geh mal zu meinem. Ok, ich dann hin, mir ging es so dreckig. Es waren nun gnen guter Monat nach der Diagnose. Ich ihm alles erzählt, auch, dass ich wohl recht lange mit hohen Werten unterwegs war. 
„Tja sagte er, dein Körper rebelliert wohl. Er ist den Zucker gewohnt den er nun nicht mehr so bekommt und es ist wie ein Entzug. Das dauert und dann gehts Dir besser. “ Mir ging es danach schon besser und ich konnte die kommende Nacht doch sogar mal nen paar Stunden mehr schlafen. Es dauerte gute 6 Monate bis es mir gut ging, ich Auto fahren konnte, meine Haare wieder wuchsen und ich keine Schmerzen mehr hatte. Es war die Hölle, ich hab damals gefleht nicht mehr aufzuwachen, weil ich soviel Schmerzen hatte und nicht schlafen konnte, ich war fertig. Einfach nur fertig. 

Mein Freund hat sich in der Zeit von mir getrennt, er hatte eine andere kennen gelernt und naja. Ich weiß nicht genau warum, wieso weshalb aber eins weiß ich, ich bin ihm dankbar, das er damals obwohl er nicht kommen wollte, doch zu mir gekommen ist. Ich weiß nicht was gewesen wäre, wenn er es nicht getan hätte. Wer hätte mich gefunden? Und wie? Und wann? Ich mag nicht drüber nachdenken. Wir haben heute wieder Kontakt, ich bedanke mich jedes Jahr an meinem Jahrestag bei ihm. 

Als ich jetzt den Text geschrieben habe, und an die Zeit damals gedacht habe, sind mir doch nen paar Tränchen runter gekullert. Ich bin dann schon sehr sentimental aber ich finde es nicht schlimm. Ich feier diesen Tag darum, nur für mich. Ich bin heute, doch sehr froh, dass ich noch lebe, recht gut sogar. 

Ich bin zum Teil froh, Diabetikerin zu sein. Ich bin dadurch um einiges Selbstbewusster geworden, habe schrecklich viele liebe Leute kennen gelernt, die ebenfalls Diabetes haben, alles machen was sie möchten, sich davon nicht aufhalten oder unterkriegen lassen und ich bin schrecklich froh für diese Erfahrungen. 
Wenn ich mal wieder nen Anflug eines Tiefs habe, rede ich mir gerne ein, dass nur die starken Menschen Diabetes bekommen, weil nur diese damit zurecht kommen! Mir hilft es und ich fühle mich gut. 

Ich bin auch froh, dass es Blogs von anderen Diabetikern gibt, wo man auch deren Schicksale lesen kann, wie sie den Alltag meistern, ich finde es einfach nur toll. Foren, Gruppen, Online Community, einfach Klasse und für mich persönlich eine riesen Motivation. Ich danke daher allen, die mich und auch andere an ihren Leben teil haben lassen und kleine Motivationen sind um immer weiter zu machen, egal was passiert. Danke danke danke….

Jetzt freu ich mich auf die nächsten „süßen“ Jahre und auf das, was noch alles passiert. 🙂

Eure Linoi

von linoiszuckerblog

Tag Nr. 4 der DDBW -Technik die Begeistert-


dbw
Juhuuuu absolut nicht mein Thema. Ich bin so ein bisschen auf Kriegsfuß mit Technik. Dennoch hab ich Vorstellungen was in den nächsten Jahren kommen wird oder kommen könnte. Wie z. B. unzählig viele verschiedene BZ Geräte, die jedoch alles das selbe tun werden, nämlich Blutzucker messen. Es kommen auch noch einige verschiedene Pumpen auf den Markt wobei ich nicht der Fan von Patch Pumpen bin und daher hoffe, dass es auch immer  Schlauchpumpen zur Auswahl geben wird.

Was ich jedoch hoffe ist, jetzt nicht für mich oder für Erwachsene, dass es mal Blutzuckermessgeräte für Kinder gibt, die nicht erst beklebt werden müssen, damit sie mal bisschen hübsch sind. Es gibt soviele Geräte, die ja ausschließlich für Erwachsene gemacht sind, groß klobig, zwar auch kleine aber dennoch viel in schwarz gehalten. Es gibt soviele Kinder mit Diabetes, daher versteh ich nicht, dass nicht mal eine Reihe produziert wird ausschließlich für Kinder. Das würde ich mir wirklich wünschen und für mich bisschen mehr lila. Ja ich weiß aber ich konnte es mir grad nicht verkneifen.

Was wünsche ich mir noch? Auf jeden Fall wünsche ich mir ein Close Loop System, aber wer nicht? Schön klein, leicht zu bedienen, da ich ja nicht so der Technik Freak bin. UND natürlich in lila 😀 kleiner Spaß, ich nehm auch schwarz.

Wie oben schon geschrieben ist dies nicht so mein Thema, ich schreibe, wenn ich schreibe, ja auch mein Tagebuch per Hand noch. Es gibt viele tolle Apps aber es ist einfach nicht das meine. Ich weiß nicht, vielleicht bin ich einfach altmodisch und irgendwann bekomm ich doch nochmal mehr Geschmack an technischen Schnickschnack. 🙂

In diesem Sinne, Eure Linoi

 

von linoiszuckerblog

Dedoc… Tag 3 der DDBW


dbw

Passend zum Mittwoch, Tweetchat von Dedoc, gehts um das Thema Dedoc.

Was bedeutet Dedoc eigentlich?
Das hab ich mich lange gefrat, ich wusste nicht genau worum es ging, fragen mochte ich auch niemanden (bin ja schüchtern). Ich hatte da noch keinen Blog und hab mich um die Bedeutung nicht so gekümmert. Durch lesen von vielen Blogs, kam ich dann auf die Idee, selbst einen zu schreiben. Habe mir dann andere Blogs noch genauer angeschaut, wie sie aufgebaut sind, überall war das Dedoc Symbol zu sehen. JETZT wollte ich genau wissen was es ist.
Dedoc = Deute Diabetes Online Comunity. Hah, nun war ich ein wenig schlauer, wollte dann auch an den Mittwochabenden am Tweetchat teil nehmen. Gesagt getan, schnell nen Twitter Account angeschafft und los.

Was bringt mir Dedoc? Austausch mit anderen Bloggern, Motivation, denn ich merke: „Ich bin nicht allein!“
Mir tut der Austausch anderen lieben Bloggern/Diabetikern so gut! Das ist unbeschreiblich.
Ich bin jedoch ein wenig traurig, dass ich keinen persönlich kenne, außer vom Schreiben und skypen. Ich hoffe sehr, dass es mal ein Dedoc Treffen geben wird. 🙂
Bis dahin freu ich mich auf die Mittwochabende und den Tweetchat und auf privaten Kontakt mit ein paar die ich einfach nur gerne mag.

Eure Linoi

von linoiszuckerblog

Diabetes im Alltag

ref=“http://bit.ly/1pc2B7e“>
dbw



Sooo here we go, Tag 2 der Diabetes-Blog-Woche.

Diabetes im Alltag, was ist anders zu dem Alltag eines Nichtdiabetikers? Fotos… Tja, ich muss da leider sagen, ich bin nicht so der Foto Mensch. Hatte dafür heute auch gar nicht so die Zeit um was zu knipsen, aber mal schauen.

Ist der Alltag denn sehr anders? Ich für meinen Teil denke nicht. Ok, ich muss regelmäßig messen, Essen berechnen aber das geht ja schon so automatisch, dass es ja eigentlich nicht soviel Umstand macht. Was manchmal nervt, ist wenn der Diabetes nicht so will wie man selbst will, dann ist man schonmal schlecht gelaunt, aber dafür haben Nichtdiabetiker anderes weshalb sie mal nicht gut drauf sind.

Ich muss auch mehr mitschleppen. Was leider heißt, ne kleine Handtasche ist nicht drin, es muss ja schon alles mit. Zumindest fühle ich mich damit wohler, wenn ich alles mit habe.

IMG_20140425_045301

Im Grunde fühle ich mich nicht anderes als ein Nichtdiabetiker. Das Leben ist schön…. auch mit Diabetes. Tschakka

 

Eure Linoi

 

von linoiszuckerblog

Brief an meinem Diabetes

Hallo mein Kleiner,

 

inzwischen bist Du schon 10 Jahre alt und wenn ich so an unseren Anfang denke… oha, das war hart für uns beide. Ich konnte Dich nicht akzeptieren. Ich wollte Dich nicht akzeptieren. Ich hab mich immer gefragt: „Warum bist Du bei mir? Was habe ich falsches getan?“ Ich gab Dir an allem die Schuld, an das „Aus“ meiner Beziehung, daran, dass ich erst nicht Auto fahren konnte. Du warst in meinen Augen an allem Schuld. Du warst aber nicht an allem Schuld! Ich war unfair zu Dir, Du dann auch zu mir.

Wir haben uns zusammen gerauft, es lief gut. Als wir dann die Insulinpumpe bekamen, lief es sogar super zwischen uns! Du hast mich selbstbewußter gemacht, wofür ich Dir sehr Dankbar bin. Durch Dich habe ich super tolle liebe Menschen gefunden, die ich nie mehr missen mag. Sie haben uns verstanden, auch wenn wir Probleme hatten. Ich fand durch Dich auch eine Liebe, die mich 4 Jahre begleitet hat, das „Aus“ lag wieder nicht an Dir, denn mein damaliger Freund hatte ja auch seinen „süßenBegleiter“.

Dennoch habe ich Dich und vor allem mich eine lange Zeit sehr vernachlässigt, was auch nicht an Dir lag, ich war einfach der Meinung ich sei es nicht wert. Ok, manchmal nervst und zickst Du, ich mein, Hallo? Du bist 10! Da sollte doch schon bisschen mehr Vernunft da sein, aber nööö. Dennoch werden wir noch sehr lange zusammen bleiben und zusammen gehören. Ich muss halt doch besser auf Dich aufpassen, Du bist zwar 10 Jahre alt aber dennoch mein Kleiner. Wenn es Dir schlecht geht, geht es mir schlecht. Geht es mir schlecht, geht es Dir schlecht. Wir sind voneinander abhänging, das wird sich auch nicht ändern.

Es gibt Tage, da lass ich mich dennoch hängen, Du lässt es mich dann gleich spüren. Aber manchmal bist Du mir einfach zuviel. In bestimmten Situationen oder Momenten besonders schlimm. Ich will Dich dann weder sehen noch irgendwas von Dir wissen. Du bist mir dann einfach egal. Ich bin mir dann einfach egal.

Jeder Tag ist ein Kampf aber dennoch, Du hat mein Leben postiv beeinflusst. DANKE

Deine Vermieterin, Mitbewohnerin und Frauchen Linoi

von linoiszuckerblog

Bunt, bunt, bunt sind alle meine Blutzuckermessgeräte

Gestern beim Tweetchat war das Thema „Hilfsmittel“. Es gab auch den Punkt wie viele Blutzuckermessgeräte man so zu Hause hat und überhaupt wie viel Zubehör „rumliegt“. Ich muss schon sagen, in meinen 10 Jahren Diabetes haben sich ne Menge Blutzuckermessgeräte angesammelt. Denke mal die meisten funktionieren nicht mehr, auch nicht mit neuen Batterien aber dennoch kann ich mich einfach nicht trennen. Hier mal ein paar Bilder zu meiner bunten Sammlung.

 

IMG_20140911_164001

IMG_20140911_164046

IMG_20140911_164151 

Ich muss gestehen, ich habe so viele, weil es immer wieder ein Motivationsschub für mich war, ein neues auszuprobieren und hat mich so motiviert zu messen wenn ich mal nen Hänger hatte. Vielleicht kann ich mich darum so schwer trennen und keins wegschmeißen? Wie man auf den Bildern sieht, hatte ich schon immer den Knall, meine Blutzuckermessgeräte bunt zu bekleben. Aaaaber, ich steh dazu. Tschakka 😀

Es kam die Frage beim Tweetchat auf, ob es sinnvoll ist, alte Geräte zu spenden. Ich für meinen Teil denke nicht. Denn die Geräte sind das kleinste Problem, eher Teststreifen, Insulin Pens und Einwegspritzen, die in bestimmten Ländern einfach extreme Mangelware sind. Außerdem würde ich für meinen Teil, kein altes BZ Gerät spenden, welches eh nicht mehr funktioniert. Es macht aber schon nachdenklich, dass wir hier in Hilfsmittel Überfluss leben können und andere nichts haben. Ich finde es daher super, dass es Organisationen wie z. B. http://www.insulin-zum-leben.de/ gibt, die nicht mehr benutzte Hilfsmittel (sollten schon noch funktionstüchtig sein, Insulin und Teststreifen mind. 4 Monate haltbar) sammeln und dafür sorgen, dass es dorthin kommt wo es gebraucht wird. Ich hab in meinem Kühlschrank noch Levemir Einwegpens, noch alte Pens die ich nicht mehr brauche, diese werde ich dorthin schicken. Es ist zwar nicht viel, aber wenn jeder mal in seinen Kühlschrank oder Diabetes Schränkchen schaut und etwas gibt, wird es viel. 

In diesem Sinne

Eure Linoi

 

von linoiszuckerblog

SOS Accessoires „Selfmade“

Mein letzter Beitrag handelte ja von SOS Armbändern oder ähnliches. So ganz bin ich mit dem Thema für mich ja noch nicht durch. Es geht in diesem Beitrag auch nicht darum ob es sinnvoll ist oder nicht, denn das muss ja eh jeder für sich entscheiden ob oder ob nicht. 

Ich hab ja dieses Stoffarmband, was ja ganz toll ist aber es sieht ja irgendwann nicht mehr schön aus, allein schon wegen dem Klettverschluss. Ewig tragen kann ich es auch nicht, allein auf Arbeit schon nicht. Was also dann? Anderes Armband? Da hätte ich dann das Problem, dass ich es auf Arbeit abbinde und dann vergessen würde wieder anzulegen. Hmmm…. da kam mir ja die Idee auf so Notfallkapseln. Die sind jedoch teilweise recht teuer find ich, für so bisschen Metall und und nen kleines Zettelchen. Tja, da fiel mir doch ein, dass ich für meinen Kater mal so ne Adresskapsel gekauft hatte, die sind recht günstig und gibts in vielen hübschen Farben. Da ich ja auch wenn ich Zeit und Lust hab Specksteine quäle, und dafür auch nen Gravurgerät hab, hab ich halt diese Tier Adresskapsel genommen und einfach mal SOS eingraviert. Ok, nicht perfekt grade aber egal, würde dennoch reichen. 

IMG_20140903_181110 IMG_20140904_143931

Jaaa, natürlich sind se lila, welche Farbe denn auch sonst. Ich für meinen Teil, favorisiere den rechten, ist bisschen größer und auch stabiler. Ich überleg nun nur noch wo ich ihn ran bastel, hat ja nen großen Karabiner Haken, da findet sich schon was tolles 😀

Eure (lilaliebende) Linoi 😉

von linoiszuckerblog