Super HbA1c und super Wetter, was will man mehr?H

Eigentlich fängt der Tag  ja nicht so doll an. Ich hab verschlafen und mein Nüchternwert war nicht so wie ich ihn wollte.

131 zeigt mir Messgerät an, ich hab eigentlich mit weniger gerechnet. Irgendwie war die ganze letzte Woche nicht ganz so doll BZ technisch. Naja, was solls. Bisschen spät ist es auch schon also hopp hopp schnell mein Aufstehbolus geben und noch kleines bisschen dazu, weil ich mich meist aufrege wenn ich zum Diabetologen fahre. Heut ist ja wieder Termin (zum Glück nur 2 x im Jahr) und ich bin schrecklich aufgeregt. Bin ich aber ja immer wenn ich zu nen Arzt muss. Nun muss ich mich aber beeilen, 9.00 Uhr Termin und es ist schon 8.30 Uhr. Mist. Ich mag nicht zu spät kommen, aber was solls. 

9.06 Uhr, nun bin ich in der Praxis, unterwegs fiel mir dann ein, dass ich meinen Pass nicht mit hab, verdammt. Das kommt wenn man verschläft. Egal, nicht so schlimm. Es wird gleich der HbA1c gemessen, Blutdruck, Urin auf Eiweiß untersucht und gewogen. Dann kann ich nochmal nen Moment warten, meinen Bestellschein hab ich ja schon abgegeben. 

So, nun sitz ich beim Arzt im Zimmerchen und er strahlt mich an. Ok, das würde er auch wenn ich nen HbA1c von 7,x hätte,das  heißt also nix. Gut, ich rechne mit 7,1% oder mit 6,9%, aber eher mit über 7. Und peng! Mein HbA1c ist zarte 6,4% und ich freu mich wie blöd! Blutdruck ist ok, kein Eiweiß im Urin, ok bisschen zugenommen aber es geht noch, ich arbeite dran das es wieder weniger wird. Aber das ist mir grad alles Wurscht. Ich bin sehr sehr stolz auf mich, dass ich so nen hübschen HbA1c habe. Vor nen knappen halben Jahr war ich noch bei 11,4%. 

Tja, inzwischen ist der Tag doch ganz ok, noch schnell was erledigen und dann nen schönen „Spaziergang“ machen. Ich find es toll, wie andere süße Blogger ständig laufen, an Marathonläufen teil nehmen usw. Würde ich auch zu gerne aber ich glaub ich bin da zu dusselig zu. Wenn ich bisschen schnell bin, stolper ich glaub ich über meine eigenen Füße, also bleib ich lieber beim schnellen gehen, wobei ich heute eher das Wetter genießen möchte. Ich hab mir nen Wald und Wiesenweg ausgesucht. Keine anderen Leute, keine Autos, nur ich und das schöne Wetter und hübsche Musik im Ohr. HERRLICH. So belohne ich mich für den tollen HbA1c. Das tut so gut. Gestartet bin ich mit 175 (knappe Stunde nach dem Essen) und nach 2 Stunden gehen (mal schneller mal langsamer) hübsche 116. 

Hier mal nen paar Bilderchen 🙂

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Da hab ich mal die Ilka nachgemacht :-P

Da hab ich mal die Ilka nachgemacht 😛

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Eure Linoi

von linoiszuckerblog Verschlagwortet mit

#whatshinmydiabetesbag

Hach, „richtig“ getagged wurde ich ja nu nicht aber…. ICH WILL AUUUUUCH!!!!!!

Hier also mal 2 Fotos 😀

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Auf dem ersten ist der gesamte Inhalt zu sehen. Ich schlepp irgendwie alles mögliche mit rum:

  • BZ Gerät
  • Testsreifen
  • Stechhilfe
  • Ersatztrommel für Stechhilfe
  • Ersatzkatheter (zur Zeit Mio)
  • Einwegspritzen
  • Batterie (2 Cent Stück zum öffnen)
  • Insulin
  • selbstgebastelten Diabetesausweis
  • selbstgebastelte Karte mit Berechnung von FPE (2. Bild)
  • Kugelschreiber
  • Möbchen (Glücksbringer)
  • 2 Engel Glücksbringer Karten 
  • 2 Gummifigürchen (die gibts ja grad so bei Lidl zum sammeln, keine Ahnung wie die heißen aber irgendwie süß, brauch noch eins in lila 😀 )
  • Bauchnabelpiercing (0_O )

Zusätzlich hab ich immer noch nen kleines Täschchen mit Not KE in meiner Handtasche. Zur Zeit ist se mit Gummibärchen bestückt. Das kleine lila/schwarze Täschchen war mal ne Pumpentasche (ne echte „Mein Morgenstern“ Pumpentasche) für die Spirit/Spirit Combo, da ich aber ja nu ne andere Pumpe trage, darf sie die Gummibärchen halt beherbergen.

Soooo, das hab ich halt so in mein Täschchen. 🙂

Bis ganz bald,

Eure Linoi

von linoiszuckerblog Verschlagwortet mit

Teflon Versuch die 1. …

So, vor circa einer halben Stunde habe ich mir dann das erste Mal nen Teflon Katheter gesetzt. 

Seit einiger Zeit hab ich immer mal wieder kleine Knubbel wo mein Stahlkatheter saß, nicht immer aber recht oft. Wobei es nicht daran liegen kann, dass ich ihn zu lange liegen hatte oder ne „alte“ Stelle benutzt habe. Nee, es waren auch recht jungfräuliche Stellen dabei und ich habe alle 2-3 Tage gewechselt. Im Grunde bin ich nicht so nen Freund von Teflon, aber diese Knubbel die ich durch die Stahl Katheter hatte sind auch recht lästig jucken dazu manchmal und ich kratz  dann da dran rum. Das ist für mich nen Grund, dann doch mal Teflon zu testen. Also, gesagt getan. Ich bin ja eigentlich kein Schisser, aber ich muss sagen ich hab bisschen Bammel vor dem „Schuss“ gehabt. Ich mag eigentlich lieber antesten ob die Stelle gut ist oder so aber das ist damit ja nun nicht zu machen, also naja, Augen zu und durch. Und hah! War ja überhaupt kein Ding. Eine kleine Hilfe war dabei ein Youtube Video.

http://www.youtube.com/watch?v=NudlzSIWJbgin

Es ist zwar nicht auf deutsch aber ich versteh es sehr gut und find es gut erklärt. 

Ich bin nun mal gespannt, wie mein Blutzucker mit den Teflon Nadeln verläuft oder ob ich den Versuch aufgeben muss. Ich lass es Euch wissen. 

Eure Linoi

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2 Wochen Lady Veo

Da freut man sich und ist aufgeregt, dass man endlich das neue Pümpchen bekommt, die Zeit mag nicht vergehen und nun? Nun hab ich die kleine Lady Veo schon 2 Wochen und ich hab den Wechsel von Accu Chek zu Medtronic noch nicht eine einzige Sekunde bereut. Eben sowenig bereue ich, dass ich nun Medtronic Katheter benutze, klappt gut und ich bin zufrieden. 

Als nächstes mag ich dann mal nen Mio testen, habe ein paar von einer ganz lieben Userin aus dem http://www.insulinclub.de zugeschickt bekommen, wo ich mich morgen mal dran versuchen werde, natürlich werde ich dann berichten wie es damit dann lief, ob ich von Stahl auf Teflon wechsel oder ob ich je nach Lust und Laune den Katheter wähle und da flexibel bleibe.

Anfangs war es sehr ungewohnt mit der Veo, vor allem der Katheterwechsel, das ging so einfach. Schneller. Das empfinde ich bei der Spirit Combo als umständlicher. Dafür war das einstellen der Veo ein wenig aufwendinger, mag aber auch daran liegen, dass ich es  nach über 8 Jahren Spirit/Combo einfach anders gewohnt war?! 

Meine alten Skins für die Combo, habe ich weiter „vererbt“ an eine neu Pumpi die  halt die Combo trägt, ich hoffe sie hat da ganz viel Freude dran. Ich warte nun schon ne Woche auf mein bestelltes Skin von Medtronic, wobei ich inzwischen gar nicht mehr so sicher bin, ob ich meine Lady bekleben mag. Mal schauen. :

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von linoiszuckerblog Verschlagwortet mit

Diaversary…. 10 Jahre süß!!!

Oh weh, wenn ich so überlege. 10 Jahre Diabetes. Ich finde es heftig. Wenn ich so zurück denke… es gab viele Hochs und Tiefs, vor allem ein ziemliches tief wo ich zum Glück wieder raus bin und auf mich wieder mehr achte.

Vor über 10 Jahren ging es mir schlecht, richtig schlecht. Ich hatte sehr sehr viel abgenommen. Hatte Kreislaufprobleme, Probleme Treppen zu steigen, das Klo und zuckersüße Getränke waren meine besten Freunde zu der Zeit. Mein damaliger Hausarzt hat dann mal die Schilddrüse gecheckt, die war jedoch ok, ansonsten sollten ich mich mal ausruhen und bisschen mehr trinken. Ok, noch mehr als circa 10 Liter am Tag? Ich schlich dann wieder nach Hause und mir ging es weiterhin bescheiden.

Dann, heute genau vor 10 Jahren. 

So beschissen kann es einem doch gar nicht gehen dachte ich mir immer nur. Ich komm nicht mal mehr aus dem Bett. Alles ist so schwer, ich so müde und warum zur Hölle fällt mir das atmen so schwer? Das tut ja richtig weh? Hm, vielleicht hab ich wieder Sodbrennen. Hab ich ja öfter zur Zeit. Zwischendurch mal meinem Freund schreiben, soll mich mal etwas bedauern weil es mir so schlecht geht. 😦
Hm, super, bedauert werde ich, aber vorbei kommen will er nicht, will wohl auch nicht krank werden. Naja gut. dann halt nicht. Pöööh, irgendwie ist mir eh grad alles egal, das atmen wird schwerer, ich bin sooo müde. Egal.
Oh, er möchte doch vorbei kommen, wie schön. (Ich weiß nun nicht mehr ob ich die Tür aufgemacht hab oder meine Mutter, in deren Haus ich damals ne Wohnung hatte). Er legt sich zu mir, das ist schön, mir gehts so schlecht, so richtig schlecht und dieses verdammte stechen beim atmen. Das nervt. 
Ich werde überredet zum Arzt zu gehen, mein Hausarzt hat Urlaub, also zu ner Vertretung. Auch Wurscht, solange ich nicht fahren muss. Wir also hin. Ich dann der „netten“ Sprechstundenhilfe mal gesteckt, das ich Sodbrennen hab, weil es so weh beim atmen tut.
Nach ner gefühlten Ewigkeit warten und ner Flasche Wasser später komm ich ran, mir gehts sooo schlecht, das atmen ist so schwer und komisch. Ob mich darum die Leute im Wartezimmer so blöd anschauen? Ach, egal, hab halt Sodbrennen. 
Ich dann rein zum netten Arzt, ihm erzählt, das ich Sodbrennen hab, der gibt mir zwei Tabletten und ne Tüte wo ich rein atmen soll. Der Arzt geht kurz raus um was zu holen oder so, ach hab nicht hingehört, ist ja auch egal, bin so müde und hey, da steht ja ne Liege, och, ich leg mich einfach mal hin…… Ja und dann kamen die Wolken und ich war irgendwie weg, bzw. hab keinen Plan mehr von nix. 

Ich wach mal kurz auf, bin irgendwo und da fummeln Krankenschwestern an mir da rum (mir wurde ein Katheter gelegt). Egal, ich schlaf weiter, so müde….

Ich wach wieder auf, oh, mein Freund ist ja da. Das ist schön. Ich schlummer immer wieder ein, schaffe es aber ihm zu sagen, dass ich gar nicht mehr Pipi machen muss, kein bisschen, das es doch komisch wäre. Naja gut, er hielt mir dann mal kurz meinen Katheter Beutel entgegen, oh, ok, ich schlaf nochmal weiter. Ich wach nochmal kurz auf, und er fragt mich, ob mir schon jemand gesagt hat was ich habe, nein sag ich. Du hast Diabetes sagt er und ich antworte, ja ich weiß und schlaf weiter. 

Ich wach immer mal wieder kurz auf, bin aber noch schrecklich müde, ab und zu ist mal jemand da, aber ist nie lang, liegt aber wohl auch daran, das ich immer wieder einschlafe. 

Am nächsten Tag gehts mir schon etwas besser, bin aber noch müde, ich werde um 5 Uhr geweckt, waschen, was schwierig ist, weil da so zwei Schläuche an mir dran hängen und ich noch den Katheter hab. Ich schlaf dann nochmal weiter, versuch ich zumindest, es wird immer an mir rum gefummelt, Blutdruck gemessen, Blut aus dem Ohr genommen. Dann kommt schon das Frühstück. Ich muss immer so eklige Brausetabletten in Wasser aufgelöst trinken, das voll ekelig und mir tut das schlucken so weh. Ekelhaftes Zeug, was das wohl ist? (Es war Kalium, hatte natürlich nen totalen Mangel). Ich schlaf noch viel, bekomm aber schon wieder mehr mit. 

3. Tag Intensiv, heute soll ich auf Station kommen. Mir wird der Katheter gezogen, auch Infusion und die Nadel vom Perfusor wird gezogen. Es kommt ne Schwesternschülerin mit 2 Pens an (ich kenn die Dinger von der Tochter meines Freundes), gebrauchte hässliche Dinger mit Kleberesten dran. Ich soll mich spritzen, jo kein Problem, wohin? Zu dumm, das sie ne Schwesternschülerin schicken, die selbst keinen Plan hat, also überleg ich wie es bei der Kleinen von meinem Freund gemacht wird und piks mir ins Bein. Bekomme dazu noch nen Blutzuckermessgerät. Nen tolles Accu Chek Comfort (ich glaub nicht, das es neu ist, ist in keiner Verpackung drin oder so) Accu_Chek_Comfort_B

Irgendwie übekommt mich stolz, mein eigenes Blutzuckemessgerät. Geil. Meine Oma hatte damals auch eins, aber das war so schrecklich hässlich und ekelig und vollgeschmiert mit ihrem Blut. Brrrr…. so wird meins nie aussehen. 
Es kommt nun die nette Diätassistentin, sieht die schlimmen Pens und sagt, nee so geht das nicht, sie bekommen neue. Ich entscheide mich für einen dunkelgrünen Novopen 3 und einen grünen Novopen Junior. Bin nun noch stolzer drauf und dazu bekomm ich noch nen Tagebuch um meine Werte aufzuschreiben. Nachdem noch nen Schwangerschaftstest gemacht wurde (oh welch Freude, diese Toilettenstühle sind ne Katastrophe) bin ich dann auf die normale Station gefahren worden. Wie schön, endlich normal Leute (lag auf der Intensiv mit nen Opa der immer ins Bett gesch… hat und nen jungen Mädel, welches nur am kotzen war wegen ner Überdosis Schlaftabletten).
Naaa toll, nur alte Frauen auf meinen Zimmer, super. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Aber ich hab schnell gemerkt, das die super drauf waren und ich kein besseres Zimmer hätte haben können. Mir wurde noch ein Buch gegeben, eine Liste mit Kohlenhydraten und Nahrungsmittel zum orientieren. Das Buch heißt „Gut leben mit Typ 1 Diabetes“ und ich freu mich drauf es zu lesen. Aber als erste, ich muss aufs Klo und mir ganz schnell die Haare waschen. Da ich ja nicht alleine aufstehen darf, geh ich nicht auf den Flur zur Dusche, nee nee, die motzen nur, ich schleich mir nur schnell aufs Klo. Ich fühl mich super! Warum darf ich nicht alleine aufstehen? So nen Blödsinn. Ok, beim Haare waschen übers Waschbecken hab ich es dann gemerkt, hui, hat sich alles gedreht aber hey, meine Haare sind gewaschen, DAS war es mir wert. 

Ich fühle mich super, das bisschen messen und spritzen, pffft. was ist das schon? Nix, nen Witz. Kein Problem. Die Zeit im Krankenhaus war recht gut, mein Freund besucht mich jeden Tag, bringt mir Knabbersachen mit usw. Ist toll. Werte stabilisieren sich langsam. Super kann ich nur sagen.

So, ich werde entlassen. Ich hab Angst damit dann alleine zu Hause zu sein, was ist wenn was passiert? Wenn ich falsch spritze oder esse? Ich nicht merke wenn ich unterzuckere? Oh man, Fragen über Fragen, Gedanken rasen. Aber erstmal zum Hausarzt, nen blöden Spruch abholen „Na nun wissen Sie ja warum Ihnen immer so schwindelig war“ Da kommt Freude auf. Rezepte holen, Apotheke, ab nach Hause. 

Nun beginnt es erst richtig, ich fange an Angst zu bekommen, das ich es nicht schaffe, nicht hinbekomme damit zu leben. Habe Panik vor Folgeschäden, das ich nie eine Mama sein kann. Das mein Freund keine „kranke“ Freundin haben will, alles kommt mir in den Sinn und es ging nicht mehr weg. Schlafen? Kann ich nicht, nicht eine Minute. Angst vor allem. Es kommt dazu, das ich ganz schlimmen Haarausfall bekomme, meine Füße und Beine so schmerzen, ich Probleme mit dem sehen habe, kann nicht mal mehr fernseh gucken, erkenne nichts richtig. Brille gibts erst wenn sich der Blutzucker noch weiter stabilisiert und eingespielt hat. Circa 6 – 8 Wochen also kein Auto fahren. Super, ich liebe mein Auto. Nichts geht. Jetzt bekomm ich auch noch Verstopfung, so richtig schlimm, das sind Schmerzen das glaubt mir keiner und meine Beine und Füße und ich will endlich mal wieder schlafen. Nichts klappt, verdammter Diabetes! Mein Hausarzt stellt dann einfach mal ne Diagnose ohne Untersuchung. Sie haben ein Magengeschwür, nehmen sie mal Tabletten dagegen. Jau, mir ging es immer beschissener. Schlaf? Höchstens eine Stunde pro Nacht, sonst wach. Schmerzen im Magen/Darm Bereich, ich kann nicht auf Klo es tut so weh, dann noch der Rücken. Essen bleibt nicht bei mir, muss spucken nach dem Essen. Ich nehme weiter ab, locker 10 kg. Haare? Oh nein, wie ein gerupftes Huhn sehe ich aus. Ich will den Diabetes nicht. Mein Hausarzt gibt mir zig Tabletten für irgendwas. Es wird nicht besser, schlechter. Dann meint meine Mutter einmal, so Schluss, anderer Arzt, geh mal zu meinem. Ok, ich dann hin, mir ging es so dreckig. Es waren nun gnen guter Monat nach der Diagnose. Ich ihm alles erzählt, auch, dass ich wohl recht lange mit hohen Werten unterwegs war. 
„Tja sagte er, dein Körper rebelliert wohl. Er ist den Zucker gewohnt den er nun nicht mehr so bekommt und es ist wie ein Entzug. Das dauert und dann gehts Dir besser. “ Mir ging es danach schon besser und ich konnte die kommende Nacht doch sogar mal nen paar Stunden mehr schlafen. Es dauerte gute 6 Monate bis es mir gut ging, ich Auto fahren konnte, meine Haare wieder wuchsen und ich keine Schmerzen mehr hatte. Es war die Hölle, ich hab damals gefleht nicht mehr aufzuwachen, weil ich soviel Schmerzen hatte und nicht schlafen konnte, ich war fertig. Einfach nur fertig. 

Mein Freund hat sich in der Zeit von mir getrennt, er hatte eine andere kennen gelernt und naja. Ich weiß nicht genau warum, wieso weshalb aber eins weiß ich, ich bin ihm dankbar, das er damals obwohl er nicht kommen wollte, doch zu mir gekommen ist. Ich weiß nicht was gewesen wäre, wenn er es nicht getan hätte. Wer hätte mich gefunden? Und wie? Und wann? Ich mag nicht drüber nachdenken. Wir haben heute wieder Kontakt, ich bedanke mich jedes Jahr an meinem Jahrestag bei ihm. 

Als ich jetzt den Text geschrieben habe, und an die Zeit damals gedacht habe, sind mir doch nen paar Tränchen runter gekullert. Ich bin dann schon sehr sentimental aber ich finde es nicht schlimm. Ich feier diesen Tag darum, nur für mich. Ich bin heute, doch sehr froh, dass ich noch lebe, recht gut sogar. 

Ich bin zum Teil froh, Diabetikerin zu sein. Ich bin dadurch um einiges Selbstbewusster geworden, habe schrecklich viele liebe Leute kennen gelernt, die ebenfalls Diabetes haben, alles machen was sie möchten, sich davon nicht aufhalten oder unterkriegen lassen und ich bin schrecklich froh für diese Erfahrungen. 
Wenn ich mal wieder nen Anflug eines Tiefs habe, rede ich mir gerne ein, dass nur die starken Menschen Diabetes bekommen, weil nur diese damit zurecht kommen! Mir hilft es und ich fühle mich gut. 

Ich bin auch froh, dass es Blogs von anderen Diabetikern gibt, wo man auch deren Schicksale lesen kann, wie sie den Alltag meistern, ich finde es einfach nur toll. Foren, Gruppen, Online Community, einfach Klasse und für mich persönlich eine riesen Motivation. Ich danke daher allen, die mich und auch andere an ihren Leben teil haben lassen und kleine Motivationen sind um immer weiter zu machen, egal was passiert. Danke danke danke….

Und weil ich ja so gern mal auf andere Blogs stöbere, hab ich bei der lieben Stefanie Blockhus nen super Rezept über Snickers Makronen gefunden welches ich gestern doch mal nachgebastelt habe. Ok, schön sind sie nicht, aber schrecklich lecker und mir ist dann ne Idee gekommen, ich hab mal zu meinen 10 Jährigen nen hübschen Snickers Makronen und blaue M&M’s Foto gemacht, passte grad ganz doll 😀

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Jetzt freu ich mich auf die nächsten „süßen“ Jahre und auf das, was noch alles passiert. 🙂

Eure Linoi

von linoiszuckerblog Verschlagwortet mit

Der Tag der Veo…..

Sooooo, heute war es dann soweit, ich hab zu Medtronic gewechselt und heute die Veo 554 angelegt bekommen, bzw. ja selbst angelegt. 

Ich war gestern schon schrecklich hibbelig und hab mir zig Youtube Videos von Veo Benutzern angeschaut. Dann noch die Videos von Medtronic, damit ich schon mal nen bisschen weiß wie die Veo funktioniert. Ich mag nicht unvorbereitet sein wenn es um sowas wichtiges geht.

Gegen 15.50 Uhr war ich dann an der Praxis, meine Diabetesberaterin kam grade auch erst. Es ging dann auch gleich los. Ich hatte so nen ganz mieses Gefühl, dass sie die falsche Farbe geschickt haben. Als ich dann das Paket sah, dachte ich nur super, da ist eine in schwarz abgebildet, aber ist vielleich ja nur so nen Standard Karton. Jau, war es. Denn im Paket war dann eine hübsche kleine brombeer/lila  Veo. Ich war richtig bisschen zittrig, als sie mir dann die Pumpe erklärt und mit mir eingestellt hat. Es ging aber alles recht gut, mussten kurz unterbrechen weil ich kein Insulin mehr hatte und schnell runter zur Apotheke (es ist ne Apotheke gleich unten beim Diabeteszentrum, wie praktisch) um neues zu holen. Ging dann auch gleich wieder weiter. Ampulle befüllt, eingesetzt und schon hing das kleine süße Dingens dran. Hätte fast vergessen meine Combo abzukoppeln, wäre dann ja nicht so doll, mit 2 Pumpen und somit ner Doppelversorgung, aber hab es ja noch rechtzeitig gemerkt. 

Ein wenig traurig wurde ich, als mir meine Diabetesberaterin sagte, dass ich meine Combo wieder zurück geben muss. Ich bin froh, sie nicht mehr benutzen zu müssen aber es macht mich auch traurig sie weg geben zu müssen. Ich gehöre leider zu der Art Menschen, die auch an Gegenstände hängen, und naja, soviel „Streit“ ich auch mit der Combo hatte, sie hat mir auch ganz viele gute Werte beschert. Naja, ein paar Tage hab ich sie ja noch bevor ich sie abgeben muss.

Mein erster Bolus mit der Veo war sehr ungewohnt, naja, nach über 8 Jahren Spirit/Spirit Combo ist es halt was anderes. Ich muss auch sagen, dass die Veo komplizierter oder umfangreicher ist als die Combo. Das Einstellen war aufwendiger, dafür geht es mit dem Katheter befüllen schneller. Sehr gut finde ich, dass der gemessene Wert mit dem USB Link automatisch ans Pümpchen geht. 

Ich habe mich inzwischen dann auch dazu entschieden, Medtronic Katheter zu nutzen. Jetzt grad ist es der Sure T 8mm. Ich möchte aber auch gerne mal die Mio Katheter testen wollen, auch wenn es Teflon ist. Aber einfach mal versuchen. Mal schauen. Zu den Katheter muss ich sagen, dass ich ihn bis jetzt angenehmer zum tragen finde als den von Accu Chek. Mag Einbildung sein, ist aber vielleicht doch einfach so. Das kann ich erst sagen wenn ich die Katheter länger nutze. 

Hier mal nen Bild von der Kleinen süßen.

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Einen Namen hat die kleine inzwischen auch. „Lady“, der Name ist nicht meine Idee, sonder von nen ganz lieben Menschen der mir sehr wichtig ist. Neige dazu sie eventuell „Lady Veo“ zu nennen. Mal schauen. Och, dann muss ich ja auch noch meine Überschrift vom Blog ändern? *g*

Auf jeden Fall halt ich euch auf dem Laufenden, wie es mit uns läuft.

Bis ganz bald, Eure

Linoi

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