Motivations-Desaster

Hallo ihr Lieben,

ich weiß jetzt auch wieder, warum ich mich so lange nicht um meinen Diabetes gekümmert habe. Wenn es nicht so klappte wie ich wollte, hab ich aufgegeben, weil ich genervt und frustriert war. Ich weiß, ich bin wenn ich mich bemühe, sehr pingelig was die Werte angeht. Neige auch dazu, zu schnell zu korrigieren. Messe extrem oft und wenn die Werte nicht schnell genug runter gehen bin ich noch genervter.
Inzwischen bin ich wieder kurz vor diesem Punkt, Diabetes Diabetes sein zu lassen und nichts zu machen. 

Meine Erkältung dümpelt immer noch in meinem Körper rum, nicht mehr doll aber sie ist da. Ich bin einfach unzufrieden . Temporäre Basalrate erhöhen hilft da auch nicht wirklich, ich hab so oder so Werte um die 200. Sie gehen auch mal runter, bleiben da nur nicht so lange und hüpfen dann wieder hoch. Mit dem Fiasp bin ich auch nicht mehr super glücklich. Ich hab heute festgestellt, dass es bei mir erst nach 1,5 Stunden anfängt zu wirken. Sollte eigentlich ja schneller funzen aber nööö, bei mir nicht. Das haut dann mit schnellem Essen nicht wirklich hin. Erst hoch und dann später in den Unterzucker. So macht es ja nun auch keinen Spaß. Überlege, ob ich es doch wieder mit Humalog versuche? Ich weiß es auch nicht. Das einzige wo ich gute Werte habe ist, wenn ich was von Mc Donalds esse. So nen glatter Verlauf, einfach der Wahnsinn. Esse ich z. B. Eiweißbrot, schießt es hoch. Verkehrte Welt grad alles.

Dazu kommt, dass es Jan nicht wirklich anders geht. Er ist von seinen Werten ebenso genervt. Er richtet sich nach den Vorgaben aber… ne Achterbahn ist nix dagegen. Er bekommt zwar keinen Unterzucker aber niedrig ist er oft, dann schießt es wieder hoch. Sein NovoRapid wirkt auch nicht so wie er es sich erhofft.
Mit den festen Einheiten haut es so oder so nicht hin. Er möchte ja sein Essen berechnen, nur möchte seine Diabetesberaterin noch nicht so ganz.
Gehen seine Werte währrend der Arbeit zu hoch, bekommt er Krämpfe, ist unkonzentriert. Gehen sie zu tief, ist er auch unkonzentriert und er hat Unterzuckerungssymptome. Das kann übel sein, wenn er dann mal auf ner Leiter steht.
Morgen hat er ja wieder Termin im Diabeteszentrum, da werden wir das mal ansprechen und hoffentlich kann er dann so langsam anfangen sein Essen zu berechnen.
Waage, Kaloriern mundgerecht, alles liegt bereit um benutzt zu werden. Wenn wir essen, sag ich ihm auch immer, wieviel ungefähr das Essen hat. Damit er schon mal ein kleines Gefühl dafür bekommt.

Auf jeden Fall, ist Aufgeben dieses mal keine Option. Denn wenn ich die Flinte ins Korn werfe, wird es Jan auch machen und das will ich nicht. Also… weiter kämpfen und das Monster irgendwie wieder in den Griff bekommen. Tschakkaaaaaaa

48377363_2030685630345484_3835837710124187648_o

Bis Bald, Eure

Linoi

von linoiszuckerblog

Alte Pumpe oder neue Pumpe?

Hallo ihr Lieben!

Die meisten Pumpis fiebern immer das Ende der Garantie ihrer Insulinpumpe entgegen. 4 Jahre, dann muss eine neue  her. Verständlich oder? Neuer ist immer besser. Ich war ja früher auch nicht anders. 4 Jahre die Accu-Chek Spirit… zack, die nächste, gut, da musste es ja auch sein, die Pumpe lief dann ja auch ab. Also kam dann die Accu-Chek Combo. Für mich persönlich, 4 schlimme Jahre. Ich hatte mit dieser Pumpe ja kein bisschen Glück. Viele Fehlermeldungen. Vor allem in der Nacht kam immer, die wundervollste Fehlermeldung überhaupt, „Verstopfung“. Welch ein Verschleiß an Kathetern und ein mega Kampf, diese Insulinpumpe über Garantie auszutauschen. Da stellte sich die Firma ein wenig quer. Nun ja. Mir hat in dieser Zeit die Pumpe ein wenig den Spaß an eine Insulinpumpentherapie genommen. Leider. Ich hab dann versucht für kurze Zeit wieder auf Pens um zusteigen aber das war auch nicht so der Renner. Klappte ja wieder mal nicht, hatte ja nicht grundlos ne Pumpe. Also zähneknirschend die 4 Jahre abgesessen, bis ich dann endlich auf eine andere wechseln konnte. Für mich stand fest, keine weitere der Firma Accu-Chek. Hätte ja eh nicht geklappt, da die Accu-Chek Insight ja nur mit NovoRapid läuft. Das wirkte ja eh nicht mehr bei mir. Passte dann ja.
Was Medtronic Pumpen anging war ich ja leider auch immer ein wenig skeptisch, warum genau, weiß ich gar nicht mehr. Die, die ich gerne genommen hätte (Cozmo), wurde vom Markt genommen. Tja nu, also wurde es doch eine Medtronic MiniMed Veo 554 und natürlich in… tadda… lila. Meine Lady Veo. Das ist nun auch schon geschmeidige 5,5 Jahre her und ich liebe sie weiterhin abgöttisch. Gut, die Garantie ist lange rum aber ich kann mich nicht dazu durchringen eine neue zu beantragen. Sie läuft, tut einen guten Dienst, was will man mehr?! Viel Unterschied zur MiniMed 640G gab es ja eh nicht, zumindest nicht wenn man keinen Sensor dazu hatte aber auch mit nicht wirklich. Es gab also keinen Grund zu wechseln. Nu gibt es ja die MiniMed 670G, Closed Loop, eine „denkende“ Pumpe. Klingt ja alles ganz toll aber ich tu mich da dennoch schwer mit, diese beantragen zu wollen. Es ist bestimmt ne ganz tolle Sache, dennoch kann ich mich nicht dazu durchringen. Ich bleib meiner kleinen Lady Veo treu bis sie ihre letzten Atemzüge, Motorgeräusche oder wie auch immer macht.

Auch andere Insulinpumpenmodelle können mich derzeit nicht wirklich reizen. Weiß nicht, sei es vom Optischen oder von der Handhabung her. Bin aber auch ein riesen Gewohnheitstier. Veränderungen böse.

Es war ja mit dem Libre nichts anderes. Himmel, ich wollte so nen Ding nicht an mir hängen haben, ich brauch das nicht, nö nö… und nu? Nutze ich das Libre schon gut 1 Jahr und es ist doch ne feine Sache und möchte es nicht mehr hergeben. Gut, ab und an hab ich noch mal ne kleine Anwandlung und messe blutig obwohl ich es nicht müsste. Einfach nur mal so und weil ich es kann. Schön ist es dann, wenn beide Systeme so gut wie dieselben Werte anzeigt.

Auf jeden Fall hoffe ich, dass meine kleine Lady Veo noch lange lange hält und ich stolz bin, ein lila Pümpchen zu haben.

DSC_0524

Bis bald,

Eure Linoi

von linoiszuckerblog

Wenn der Dia macht, was er will…

Hallo ihr Lieben!

Kennt ihr das? Wenn nichts so klappt, wie ihr es gerne hättet? Meine Erkältung bin ich noch nicht los, die kreucht und fleucht bei mir im Körper so rum. Dazu nun noch erhöhte Temperatur. Supi, da freut sich mein kleines Dia Monster. Es haut nix hin. Ich kann spritzen (bolen) wie blöd, aber lange unter 200 bleib ich nicht. Basalrate ist rauf, so weit es geht aber nö, es will nicht so klappen. Ich bin da leicht genervt.
Nur gut, dass ich inzwischen einen noch verständnisvolleren Mann habe. Denn bei ihm ist es, sogar ohne Erkältung, noch bescheidener. Es geht geschmeidig rauf und runter bei ihm. Richtig schöne Zick Zack Linien. Es haut einfach nix hin. Es ist frustrierend. Sein Diabetes will sich einfach nicht einstellen lassen. Der ist echt richtig stur. Dazu rief seine Diabetesberaterin wie verabredet gestern nicht bei ihm an. Er wird ja teilweise über Telefon eingestellt, ist ja soweit auch ok, nur doof, wenn sich dann keiner meldet. Er fühlt sich da ein wenig allein gelassen. Ich mag mich da auch nicht in seine Therapie zuviel einmischen, wobei ich es immer mehr als falsch ansehe, dass er feste Einheiten zu den Mahlzeiten spritzen muss. Es ist oft egal was er isst, der Blutzucker schießt hoch.
Dabei wurde ihm ja extra gesagt, dass es besonders wichtig ist, dass seine Werte im Normbereich sind, da er ja zusätzlich Probleme mit der Niere hat. Was genau, stellt sich erst noch raus, nur waren die Werte nicht i. O. Grade da frag ich mich, warum es nicht anders gehandhabt wird?! Ne Schulung wäre auch gut, allein schon, damit er mehr Sicherheit bekommt.

 

Ein kleiner Lichtblick für Jan ist, dass seine Gesundheitskasse nun die Libre Sensoren genehmigt hat. Wenigstens was. Alles andere kann auch nur besser werden.

Bis bald, Eure

Linoi

von linoiszuckerblog

NovoRapid Test

Hallo ihr Lieben.

Bis vor 5 Jahren war ich ja noch Nutzerin von NovoRapid. Ich war damit soweit ja immer super zufrieden, bis es anfing, nicht mehr so gut bei mir zu wirken. Es kam mir vor, als würde ich Wasser spritzen. Bin dann ja auf Humalog gewechselt. Inzwischen bin ich bei Fiasp (blöder Name) gelandet. Das ist zwar auch ok, aber so begeistert wie manch andere bin ich davon nicht. Es ist für mich kein großer Unterschied, ob ich Humalog oder Fiasp spritze. Naja, was solls, Hauptsache es wirkt.

Nun habt ihr ja auch bestimmt schon mit bekommen, dass mein Göttergatte sich auch nen Diabetes angelacht hat. Er nimmt da als kurzwirkendes Insulin NovoRapid. Da kam mir mal so die Idee, dass ich es auch auch mal wieder ausprobieren könnte. Ich mein, es hätte sich ja in den 5 Jahren wieder so verändern können, dass es bei mir wieder normal wirkt. Also, seinen Pen geschnappt und mal getestet und was soll ich sagen? Nö, hat sich nicht verändert. Es schlägt bei mir weiterhin nicht wirklich an. War wieder, als würde ich es stark mit Wasser verdünnen. Hab dann wieder mit Fiasp korrigiert und schwupp, war wieder alles gut. Dann bleib ich halt weiterhin bei Fiasp.

Habt ihr auch schon mal so rum experimentiert? Seid ihr da mutig oder eher nicht so?
Ich habe vor längerer Zeit auch schon mal 2 Jahre abgelaufenes Insulin probiert und es wirkte einwandfrei. Oder mal bei meinem Meerschweinchen Blutzucker gemessen. War keine Absicht es zu machen, eher nen Zufall, als ich beim Krallen schneiden etwas zu tief gesäbelt hatte. Da wurde der kleine Blutstropfen gleich genutzt.

Wie würde Jan nun sagen? Kleines Spielkind aber das macht nichts, dass bin ich gerne mal 😀

photo_editor_ds_1571517741500

Bis bald, Eure

Linoi

 

 

von linoiszuckerblog

1, 2 oder doch 3?

Das ist die Frage der Fragen.

Heute hatte Jan wieder Termin bei seiner/unserer Diabetesberaterin, Ergebnisse von den Laborwerten waren da. Wir waren mächtig gespannt, was dabei rausgekommen ist.
Ein wenig enttäuscht waren wir dann, als es sich zumindest als kein Typ 1 herausstellte. Es deutete sehr vieles darauf hin. Die Tendenz geht auch nicht so wirklich zum Typ 2 sondern… Tadda… Typ 3e. Das heisst, durch hohe Einnahmen von Cortison, hat sich höchstwahrscheinlich ein Diabetes Typ 3e entwickelt. Glückwunsch. Dazu kommt, dass seine Nieren einen geringen Durchfluss haben und somit auch keinen Zucker ausspülen können. Da er durch seinen Morbus Crohn ein großen Teil des Dickdarms eingebüßt hat, scheidet er die meiste Flüssigkeit über seinen Stuhl aus. Das bedeutet im Grunde, dass sich daran nichts an seinen Nierenausscheidungen ändern wird. Somit bleibt der Blutzucker weiterhin hoch, was nur durch eine Menge Insulin, in den Normbereiche zu nbekommen ist. Daran wird nun gearbeitet, was nun noch mit Metformin unterstützt werden soll. 

Nun komm ich ins Spiel. Mich plagt ein wenig ein schlechtes Gewissen. Ich weiß, dass müsste ich nicht haben aber es ist da. Schlechtes Gewissen, weil es bei mir schnell klar war, welchen Typ ich hab. Weil ich so eher einen Anspruch auf eine Insulinpumpe hatte (Jan hasst es zu spritzen). Weil ich mein Essen berechnen und dementsprechend bolen kann und mit guten Werten dann da raus komm. Das alles hat er nicht und ist sehr frustriert über die ganze Situation. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob mein eigenes Bemühen für ihn nützlich ist oder eher schädlich und noch mehr frustriert. Ich weiß grad nicht, wie ich ihm am besten helfen kann, motivieren kann.
Ich denke, am besten ist es, ich lasse ihn einen eigenen Weg finden, wie er damit zurecht kommt, ohne ihm das Gefühl von Bevormundung oder Besserwisserei zu geben. Aber egal was kommt, wir kriegen das alles in den Griff…

Bis bald, Eure Linoi

von linoiszuckerblog

Diabetes im Doppelpack

Hallöchen ihr Lieben.

In vielen Gruppen, Foren usw. liest man ja immer öfter, dass sich manche als Partner einen Diabetiker wünschen, damit dieser mehr Verständnis hat und es leichter ist.

Ist es das denn wirklich? Einfacher wenn beide Diabetiker sind? In einer solchen Beziehung war ich ja schonmal und ich muss sagen, dass war manchmal nicht so der Brüller. Vor allem wenn der Partner meint, er könne aufgrund seines Diabetes nicht mehr arbeiten und er hätte eh viel „schlimmer“ Diabetes als man selbst und man ochst sich wie alle anderen einen auf der Arbeit ab. Da fehlte mir immer mehr das Verständnis für diese Aussage. Wenn Besserwisserei dann noch dazu kommt, kann es sehr schnell ins Unschöne umschlagen und man ist genervt.

In meiner jetzigen Beziehung/Ehe ist es jedoch jetzt schon anders. Jan kannte es, wie es mit ner chronischen Erkrankung ist, konnte manches nachempfinden, anderes jedoch nicht. Wenn ich z. B. was gegessen habe und dazu nicht gebolt habe. Diese Null Bock Laune, einfach nach dem Motto, wenn ich es nicht sehe, sieht es mich auch nicht. Wenn man frustriert ist, weil die Werte trotz bemühen nicht so wollen. Das sind u. a. Dinge, die ein Nichtdiabetiker nicht nachvollziehen kann, ganz einfach, weil dieser sich nicht 24/7 um das kleine Monster kümmern muss.
Nun ist Jan in der selben Lage. Für jedes bisschen Essen müsste er bolen, klappt nur nicht so, weil er dafür noch nicht so richtig eingestellt ist, mit seinen festen Einheiten. Das nimmt ihm ein wenig die Freiheit. Auch klappt es mit diesen Einheiten nicht immer so, dass der Wert nach dem Essen gut ist. Das frustriert, manchmal mehr, manchmal weniger.
Da kommt dann auch bei mir die Sorge, dass er so handelt wie ich es viel zu lange getan habe, nämlich mit ignorieren des Diabetes. Das er zu gefrustet ist um sich zu bemühen, dass es besser wird. Ich hab Angst, dass er es so schludern lässt wie ich es getan habe. In diesen Momenten verstehe ich ihn wieder besser, wenn er sich da um mich Gedanken gemacht hat, wenn ich sagte, es ist mir alles egal. Vielleicht ist es das in dem Moment, nur bin ich ihm nicht egal und dann denke ich jetzt, dass ich ihm mit meinem Verhalten verletzt habe. Dass sich seine Frau, die er so liebt, selbst egal ist. 
Mein Ziel ist es, ihm den Einstieg und das Leben mit seinem Diabetes zu erleichtern, indem ich mich auch wieder mehr um meinen kümmere. Ich möchte, dass er weiss, dass er damit nicht alleine ist, möchte ihn motivieren wo ich nur kann. Denn mein Start war da eher das Gegenteil. Mir wurde eher Angst gemacht, als Mut. Diese Erfahrung möchte ich ihm ersparen.

Mein Fazit also, es ist schon schön, wenn man besser, was den Diabetes angeht verstanden wird, es bedeutet aber auch doppelt sorgen.

Wie sagt man aber so schön? Wie in Guten, so auch in Schlechten Zeiten. Gemeinsam bekommen wir unsere Monster in den Griff.

18920359_1413881678692552_4368441170427788455_n

Schönen Sonntag euch noch

Eure Linoi

von linoiszuckerblog

Blöde Erkältung

Hallo ihr Lieben,

ich bin da ja nu grad echt leicht pissig. Da freut man sich, dass die Werte besser werden weil man sich bemüht und was kommt? Halsschmerzen. Die allein bleiben ja meist nicht, also gesellen sich da bestimmt bald der liebe Husten und der freundliche Schnupfen dazu. Ich bin begeistert. Mein liebster Göttergatte schüttelt es ratz fatz wieder ab, ich aber dümpel da ewig mit rum…. So nen Mist.

Was macht man also, mal ein wenig die Basalrate auf 130% gestellt, ob es reicht wird sich zeigen. Muss doch bessere Werte als Jan haben… hrhrhrhr…. 😉

Gleich nochmal Grippostad reinpfeifen und auf Besserung hoffen.

Bis danni, Eure an Männergrippe leidende Linoi

2019_10_04_21_50_04

von linoiszuckerblog

Dia Buddys

Hallo ihr Lieben!

Man sagt ja, dass sich Paare im Laufe der Jahre aneinander anpassen, dass mein Mann sich jedoch extra dafür nen Diabetes anlacht, hätte nun nicht sein müssen.

Jan hat seit knapp 30 Jahren schon Morbus Crohn, hatte nie den Verdacht auf eine andere Autoimmunerkrankung. Vor 6 Monaten waren seine Blutwerte im Bezug auf Diabetes noch unauffällig, es war alles im grünen Bereich.
Vor circa 4 Wochen klagte er dann öfter über Krämpfe und trotz verstärkter Einnahme von Magnesium, wurden diese nicht besser. Dann ging es weiter, dass er vermehrt zur Toilette musste, dass war schon recht ungewöhnlich aber nun gut. Als er jedoch anfing schlechter zu sehen und auch noch dazu Wasser getrunken hat… WASSER!!!! Das war schon mehr saufen als trinken, bat ich ihn dann mal, seinen Blutzucker zu messen und siehe da… wir wurden freundlichst gegrüsst. Ab, Hände waschen, nächstes Gerät…. aber auch da wurden wir freundlichst gegrüsst mit einem netten HI. Gut… zum Krankenhaus bzw. Notdienst wollte er nicht, was also tun… als besorgte Ehefrau, mit 15 Jahren Diabetes Erfahrung fiel mir nur ein, ihm einen Libre Sensor von mir an den Arm zu basteln, um ein wenig Kontrolle darüber zu haben, wie seine Werte sich verändern und ob überhaupt. Jaaaa, ich weiß, hat meine Krankenkasse gezahlt und ist böse, war mir in dem Moment aber wirklich egal. Zur Not kauf ich dann halt einen selbst dazu oder messe mal 2 Wochen wieder blutig. Alles Dinge womit ich supi leben kann.

Am nächsten Tag, ein Montag, rief Jan erstmal bei meinem Diabetologen an, schilderte es aber die meinten, dass er erstmal zum Hausarzt solle. Dort waren wir dann auch aber wie dieser meinte, wäre es ja kein Typ 1 oder Typ 2 Diabetes, Jan solle wenig Essen und nur Wasser trinken (hat er ja eh schon gemacht). Dazu Metformin und so ne andere Tablette, die aber keine Apotheke vorrätig hatte, bestellen war zu spät. Ich war mit der Art von unserem Hausarzt nicht zufrieden, also hab ich noch mal ganz nett bei meiner Diabetes Praxis angerufen, nochmal alles geschildert und wir sollten dann sofort kommen. Dort wurde alles gemacht und getan. Jan sein Langzeitwert lag bei geschmeidigen 11,8%. Sein Wert immer noch lustig am „HI“ rufen. Also, sofort mit einer Insulintherapie starten. Das war alles am 23. September.

Da sich Jan ja nun sehr (meist, ok manchmal) gewissenhaft um seinen Diabetes kümmert, bin ich auch wieder motivierter mich um meinen zu kümmern. Mein Durchschnitt ist unter 200 gesunken, lag vorher bei 500 +. Ich messe regelmäßig und bole auch brav zum essen, so wie es ja eigentlich sein sollte. Ich denke, dass ich es nun auch wieder mache, hilft auch Jan, dass er da am Ball bleibt, denn mit fast 50 ist es sehr schwer sich um zustellen. Durch seinen Morbus Crohn, hat er nicht den kompletten Zucker verwertet den er zu sich genommen hat, da war ne Tüte Haribo nichts und da waren seinen Blutzuckerwerte noch Tippi Toppi, haben ja bei Bedarf dann mal aus Spaß gemessen. Es fällt ihm schon schwer aber zusammen bekommen wir beide das hin.

Welchen Typ Diabetes er hat, steht noch nicht fest aber getippt wird auf Typ 1. Noch hat er zu den Mahlzeiten auch feste Einheiten, denke aber, dass sich das ändern wird, wenn ich mir seinen Verlauf so ansehe. Wir werden es bald erfahren.

Jetzt verstehe ich ihn auch besser, wenn er sich immer um mich gesorgt hat, wenn mir alles egal war. Wie meine Werte waren, dass ich nicht gebolt habe, nur korrigiert zwischendurch. Ich mache mir nun dieselben Sorgen, wenn nicht sogar mehr.

Auf jeden Fall sind wir nun Dia Buddys, Mann und Frau, beste Freunde… einfach ein Dream Team.

Ich halte euch auf dem Laufenden, was bei uns in kommender Zeit noch alles so passiert.

photo_editor_ds_1570206016241
Unsere hübschen BZ Täschchen…. wenn schon, denn schon im Partnerlook 😀

Eure Linoi

von linoiszuckerblog

Nur noch 2 Wochen…

… dann ist Hochzeit!

Ich bin sehr, sehr, sehr, sehr aufgeregt, ist jedoch ein freudiges aufgeregt sein. Dass ich in diesem Leben mal heirate, hätte ich nicht mehr gedacht aber diesen Mann muss man einfach heiraten, er ist einfach toll. Wenn ich so überlege, was ich in meiner Diabeteszeit schon so erlebt habe an Beziehungen, ist er der erste, der sich dafür interessiert, auch wenn ich mal einen Tag hab wo ich es abgrundtief hasse. Selbst in meiner Schlamperl Zeit hat er mich nicht gedrängt, er wusste, dass es eher das Gegenteil bewirkt. Er sagte nur oft, dass er sich um mich sorgt. Inzwischen ist er stolz auf mich, dass ich aus meiner schlampigen Zeit raus und brav dabei bin und auch eine App nutze.
Der erste Mann, währrend meiner Diabeteszeit vor 13 Jahren, hat eine Tochter. Sie war damals süße 8 Jahre alt und hat auch Diabetes. Sie war die erste mit der ich drüber reden konnte, auch wenn sie erst 8 war. Sie war echt nen süßes liebes Mädchen und heute eine hübsche liebe junge Frau, und ich hätte nie gedacht wieder so einen regen Kontakt mit ihr zu bekommen, nachdem die Beziehung zu ihrem Vater damals nicht sehr lange anhielt. Wir motivieren uns gegenseitig, was mir auch sehr gut tut und ich glaube ihr auch. Auch sonst kann ich sehr gut mit ihr über alles mögliche reden, mit meinem fast Stiefkind, wie ich gern mal sag. Grins.  Ich freue mich, dass sie zu unserer Hochzeit kommt und mein zukünftiger freut sich auch sie kennen zu lernen.

Solangsam gewöhnen sich meine Werte auch an das aufgeregtsein, denn sie sind wieder besser und nicht mehr so hoch. Wurde ja auch mal Zeit wieder.

Ich freu mich auch schon auf mein Kleid, wo meine Freundin extra nen kleines Täschchen rein genäht hat, für Lady Veo, sie muss ja gut verstaut sein an diesem besonderen Tag und ich rüste dafür dann auch meine Fernbedienung. Fummel ja nicht ständig an meinem Kleid rum. Wie sähe denn das aus?

Das wars erstmal von mir, euch noch eine schöne gute Werte Zeit, bis zum nächsten Mal.

Eure Linoi17883636_1362342843846436_189379668158032385_n

von linoiszuckerblog

Unschöne Werte wegen Katheterstelle?

Hach ja, ich kann da schon machen was ich  möchte aber sehr oft hab ich nen 2xxer Wert und ich weiß nicht warum. Basalratentests gemacht, die waren ok. Insulin gewechselt, mehrmals, daran lag es nicht. Basalrate auf 200% erhöht, daran lag es nicht, denn die Werte blieben so. Ich möchte gerne motiviert bleiben aber mal ganz ehrlich, man bemüht sich wie blöd und es läuft dennoch nicht. Ist doch echt Mist manchmal. Tja, dann hab ich nu mal versucht das ganz anders zu machen. Ne ganz jungfräuliche Stelle für meinen Katheter, der Rücken. Der Wert ist zwar da immer noch bescheiden aber ich muss sagen, die Stelle ist sehr angenehm. Ich denke, da werde ich öfter ab jetzt mal den Katheter setzen und wenn ich mal ganz mutig bin auch am Arm. Da drück ich  mich irgendwie noch vor. Zumindest hab ich jetzt wieder eine Fehlerquelle ausschließen können und begebe mich weiter auf der Suche nach meinen guten Werten.
Ich halte Euch auf dem Laufenden…

Eure Linoi

von linoiszuckerblog